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Wer hat das Schnitzel vergoldet?

Im Venedig des 16. Jahrhunderts musste es verboten werden, Speisen mit Blattgold
zu belegen, da dieser verschwenderische Luxus bei reichen Venezianern
überhandnahm. Als hübscher Ersatz kam daraufhin das Panieren in Mode, und
eines der Gerichte, die in der Folge entstanden, war das Costoletta alla Milanese.

Im Jahre 1848 wurde Feldmarschall Radetzky von Wien nach Mailand entsandt,
um die Aufstände gegen Habsburg niederzuschlagen. Laut Legende war er dort so
begeistert vom Kotelett auf Mailänder Art, dass dies seinem Kaiser Franz Joseph
zugetragen wurde, und der es in Wien nachkochen ließ, allerdings mit dem feineren
Fleisch vom Kalbsschlegel.

Da es aber im Wien dieser Jahre schon längst das Wiener Backhendl gab, das so
wie das Schnitzel goldgelb paniert in Fett herausgebacken wurde, ist es sehr
wahrscheinlich, dass es das panierte Schnitzel zu Radetzkys Zeiten bereits an
verschiedenen Orten gab, in Wien genauso wie in Mailand oder Paris. Dennoch
wurde es in Wien zu dem entwickelt, was es heute ist – zu etwas Besonderem
mit echter Tradition. Dem sind wir mit Liebe verpflichtet.

Ob Milanese oder Wiener, wir zeigen Ihnen, was ein Schnitzel ist.


Schnitzelwirt im Spatenhof | Neuhauser Straße 39 | 80331 München | Tel +49 89 26 40 10 | mail(at)schnitzelwirt.de | Öffnungszeiten Mo – So von 9:30 bis 23:00 Uhr